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Kieferorthopädie bei Erwachsenen: Therapie-Möglichkeiten und Kosten / Invisalign

Gesunde Zähne und ein perfektes Gebiss gelten in nahezu allen Kulturkreisen als Zeichen von Attraktivität und Erfolg. Doch längst nicht jeder Mensch besitzt von Natur aus eine so ebenmässige Zahnreihe, dass sie als Idealbild gelten könnte. Oftmals trüben Lücken und Fehlstellungen das harmonische Gesamtbild. Unsicherheit und Scham sind nicht selten die Folge. Neben dem ästhetischen Gesichtspunkt können mit einer Fehlstellung aber auch medizinische Probleme und praktische Einschränkungen im Alltag verbunden sein. Sprachstörungen wie Lispeln können auf falsch stehende Zähne zurückzuführen sein. Und auch die Zahnhygiene kann aufgrund der falschen Position der Zähne beeinträchtigt sein, da sie nicht richtig geputzt werden können. Und damit steigt auch das Risiko für Karies und Parodontitis.

Eine kieferorthopädische Behandlung beginnt meist bereits in der Kindheit oder in der Jugend, sobald die Fehlstellungen sichtbar werden.

Doch auch wenn in dieser Lebensphase keine Kieferkorrektur vorgenommen wurde, deren Ergebnis unbefriedigend ausgefallen ist oder sich die Zähne im Laufe der Zeit erneut verschoben haben, muss dies kein Grund sein, den Rest des Lebens auf ein strahlendes Lächeln zu verzichten. Selbst im Erwachsenenalter nach abgeschlossenem Kieferwachstum ist es noch möglich, entscheidende und dauerhafte Korrekturen durchzuführen.

Transparente Schienen helfen unschönen Lücken und Fehlstellungen zu beseitigen. Aligner-Schienen ermöglichen eine Zahnstellungskorrektur, die für Aussenstehende weitgehend unbemerkt erfolgt. Bei Alignern handelt es sich um dünne transparente Kunststoffschienen, die nahezu unsichtbar sind. Sie werden individuell angefertigt und während der Behandlung in aufeinanderfolgenden Schritten an die jeweilige Zahnstellung angepasst. Da die Aligner herausgenommen werden können, bereiten sie weder beim Essen noch bei der Mundhygiene Probleme, die das tägliche Leben negativ beeinflussen könnten. Die durchsichtigen Zahnschienen stellen somit eine ideale Möglichkeit dar, im fortgeschrittenen Alter Gebisskorrekturen vorzunehmen, die während der Behandlungsdauer von der Umwelt weitgehend unbemerkt bleiben. Ästhetische Bedenken gegen eine solche Therapie gibt es im Gegensatz zur klassischen „Zahnspange“ deshalb nicht. 

Und das Ergebnis spricht für sich. Am Ende der Behandlung steht ein gesundes, ebenmässiges Gebiss und ein strahlendes Lächeln, das durchaus geeignet ist, das eigene Selbstbewusstsein nachhaltig zu steigern.

Wie läuft eine Aligner-Therapie ab?

Aligner bieten sich für die Korrektur verschiedener Kieferprobleme an. Aber leider kann nicht jede Fehlstellung mit den unsichtbaren Korrekturschienen behoben werden. Um herauszufinden, ob im individuellen Fall eine Aligner-Behandlung den gewünschten Erfolg verspricht, ist deshalb ein ausführlicher Beratungstermin bei einem Zahnarzt notwendig, der über ausreichend Erfahrung mit dieser Methode verfügt. Nur er kann am Ende beurteilen, ob die Therapie geeignet ist, das vorliegende Problem zu beheben.

Zu Beginn der Aligner-Entwicklung wurden mit Hilfe der transparenten Zahnschienen zunächst vornehmlich Zahnlücken geschlossen. Die Einsatzmöglichkeiten sind in der Vergangenheit jedoch stetig erweitert worden. Ein Überbiss kann damit heute ebenso beseitigt werden wie die Fehlstellungen einzelner Zähne.  

 

Ergebnis der Behandlung wird mittels moderner Software vorausberechnet

Nachdem die Voraussetzungen geklärt sind und die Entscheidung zur Behandlung gefallen ist, fertigt der behandelnde Zahnarzt zunächst einen Kieferabdruck an. In einigen Fällen werden zusätzlich Röntgenbilder und Fotos gemacht, um den aktuellen Zustand des Kiefers zu dokumentieren.

Bevor dann in einem Labor auf der Grundlage der Abdrücke und Aufnahmen aus biokompatiblen Materialien die verschiedenen für die Behandlung erforderlichen Schienen hergestellt werden, erfolgt mit Hilfe eines Computerprogramms die Simulation des Verlaufs der Behandlung. Auch das endgültige Ergebnis kann durch die innovative Software berechnet werden. Nach der Zustimmung des Patienten und des behandelnden Zahnarztes erfolgt im Anschluss unter Einsatz modernster CAD-Technik und des sogenannten Tiefziehverfahrens die Produktion der verschiedenen transparenten Schienen, die für den individuellen Fall erforderlich sind.

Nach deren Fertigstellung werden die Aligner dann dem Patienten bei einem erneuten Zahnarzttermin übergeben.

 

Abhängig von der gewählten Methode und dem Behandlungsfortschritt werden die Schienen in festgelegten zeitlichen Abständen ausgetauscht. In der Regel erfolgt nach jeweils zwei Wochen ein Wechsel der Schiene. Während der gesamten Behandlung, die, abhängig vom Grad der Fehlstellung, zwischen sechs und 18 Monate dauert, wird der Fortschritt der Korrektur etwa alle 6 Wochen durch den Zahnarzt überprüft.

Patientenverhalten trägt massgeblich zum Therapieerfolg bei.

 Um den gewünschten Erfolg zu erzielen, müssen die Schienen während der gesamten Behandlungsdauer Tag und Nacht getragen werden. Lediglich zur Zahnpflege und zum Essen sollten sie herausgenommen werden. Damit die Therapie erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen die Aligner mindestens 22 Stunden täglich im Mund bleiben. Wird diese Vorgabe nicht eingehalten, kann sich dies nachteilig auf den Behandlungserfolg auswirken. In jedem Fall wird sich jedoch die Dauer der Behandlung unnötig verlängern. Die Beachtung der Vorgaben ist deshalb besonders wichtig.

In der Regel stellt dies für den Patienten jedoch keinerlei Probleme dar, da es durch das Tragen der Schienen weder beim Sprechen noch in sonstigen Alltagssituationen zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen kommt. Die Angst vor eventuell auftretenden Schmerzen ist ebenso unbegründet. Lediglich in den ersten Stunden nach dem Einsetzen der Schiene kann ein leichter Druck auf den Zähnen verspürt werden. Das normale Leben kann also ohne Einschränkungen weitergehen. Nur bei der Dentalpflege gibt es einen leicht erhöhten Aufwand, da die Schienen ebenso wie die Zähne regelmässig gereinigt werden müssen. Nach Abschluss der Behandlung, wenn das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Werden die Zähne durch einen sogenannten Retainer stabilisiert. Dieser hält die Zähne auf Dauer in ihrer neuen  Position. 

Ist das Einsetzen eines Retainers aus Platzgründen nicht möglich empfiehlt sich das Tragen einer Stabilisierungsschiene während der Nacht um die korrigierte Zahnstellung langfristig zu festigen.

Wird eine Aligner-Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

Die Kosten für eine ausschliesslich aus ästhetischen Gründen gewünschte Kieferkorrektur werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Sie müssen deshalb in den meisten Fällen privat abgerechnet werden. Die Höhe der Kosten ist abhängig von der Schwere der Zahnfehlstellung und dem Aufwand, der erforderlich ist, um sie zu beseitigen. Wie hoch die Kosten einer Behandlung im Einzelfall ausfallen, kann erst nach einer eingehenden Untersuchung der individuellen Ausgangslage beurteilt werden.

Topics: Kieferorthopädie

Written by Dr. Enrico Naldi

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