Der ZNP - Praxis Blog...

Gesunde Milchzähne - Warum es sich lohnt, bei der Zahnpflege durchzuhalten

Blog Milchzähne1

 

Wenn die ersten Zähne eines Babys ab einem Alter von etwa sechs Monaten durchbrechen, dann ist dies nicht selten mit schlaflosen Nächten für die Eltern verbunden. Doch auch diese Zeit geht vorüber. Mit den neuen Zähnen verändert sich nach und nach die Ernährung der Kleinkinder. War es in den ersten Monaten des Lebens noch die Muttermilch, die für das Wachsen und Gedeihen des Nachwuchses sorgte, kommt nun auch zunehmend feste Nahrung hinzu. Damit diese richtig zerkleinert werden kann, wird das aus 20 Zähnen bestehende Milchgebiss genutzt. Die ersten Zähne sind jedoch nicht nur wichtig für die Nahrungsaufnahme, auch beim Erlernen der Sprache und der Artikulation spielen die Milchzähne eine entscheidende Rolle. Ohne sie ist es kaum möglich, die Laute S, T und Z zu formen. Darüber hinaus tragen die ersten Zähne auch dazu bei, dass sich die Muskulatur des Kiefers und des Gesichtes angemessen entwickeln kann.

Umso wichtiger ist es deshalb, die kleinen Beisserchen von Anfang an richtig zu pflegen. Auch wenn sie nur einige Jahre lang halten müssen, bis sie durch 32 neue Zähne ersetzt werden, ist das regelmässige Putzen der Milchzähne unbedingt erforderlich. Darüber hinaus sollte auch ein regelmässiger Kontrollbesuch beim Zahnarzt auf dem Zahnpflegeprogramm stehen.

 

Mit dem allgemeinen Wachstum der Körpergrösse geht auch eine Vergrösserung des Kiefers einher. Um den gewachsenen Kiefer zu füllen, reichen die 20 Milchzähne nicht aus. Sie sind lediglich die Platzhalter für die 32 Zähne, die nachfolgen und möglichst ein Leben lang halten sollen. Der Austausch des Gebisses verläuft nach einem festen, von der Natur vorgegebenen Plan. Am eiligsten haben es die Backenzähne. Sie sind die ersten, die den Kiefer durchbrechen. In einem Alter von etwa sechs Jahren sind dann auch die Schneidezähne dran. In der Regel folgt auf den Ersatz der mittleren Vorderzähne der Austausch der seitlichen Schneidezähne. Etwas mehr Zeit nehmen sich die Eckzähne sowie die Mahlzähne. Endgültig abgeschlossen ist die Bildung des neuen Gebisses aber erst mit dem Durchbruch der Weisheitszähne, die sich zwischen dem 17. und dem 24. Lebensjahr ausbilden.

 

Regelmässiges Putzen von Milchzähnen schafft die Grundlage für gesunde bleibende Zähne

 

Die beste Grundlage für die neuen Zähne ist eine sorgfältige Pflege der Platzhalter. Von Karies befallene Milchzähne können für ihre Nachfolger eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Die Kariesbakterien befallen nämlich nicht nur die Milchzähne, sondern möglicherweise auch die bereits seit der Geburt im Kieferknochen schlummernden neuen Zähne. Darüber hinaus führt ein durch mangelnde Zahnhygiene verursachter vorzeitiger Verlust der Milchzähne nicht nur zu einer Störung der Kaufunktion, sondern durch den dadurch verursachten Platzmangel später auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Entwicklung des neuen Gebisses.

Zu dem Zeitpunkt, an dem sich die neuen Zähne ihren Weg durch den Kieferknochen bahnen, ist die Gefahr von Karies besonders hoch. Der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ist nach dem Durchbrechen noch nicht vollständig ausgehärtet und deshalb besonders anfällig für einen Angriff durch Kariesbakterien. Häufig empfiehlt sich hier eine frühzeitige Versiegelung.

 

Damit die Milchzähne ihrer Funktion in vollem Umfang gerecht werden können, ist eine regelmässige Pflege von Anfang an notwendig. Solange die Kinder noch nicht in der Lage sind, ihre Zähne selbst zu putzen, muss diese Aufgabe von den Eltern übernommen werden. Nach dem Durchbrechen der ersten Zähne beginnt die Pflege der kleinen Beisserchen mit einer speziellen Kinderzahnpasta und einem Wattestäbchen oder einer weichen Bürste, die angefeuchtet werden sollte. Mindestens einmal am Tag sollte eine solche Reinigung durchgeführt werden. Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr sollte zweimal pro Tag geputzt werden.

 

Kinder übernehmen gerne Verantwortung - auch für ihre Zahnpflege

 

Sobald das Kind dazu in der Lage ist, kann es die Zahnpflege selbst in die Hand nehmen. Schon Dreijährige können langsam an die Techniken des Zähneputzens herangeführt werden. In drei aufeinander folgenden Stufen wird die Zahnhygiene schrittweise geübt. Zunächst wird das Putzen der Kauflächen trainiert. Wird diese Technik beherrscht, geht es daran, die Aussenseiten der Kauflächen zu reinigen. Im letzten Schritt geht es darum zu lernen, wie die Innenseiten der Zähne richtig geputzt werden. Besonders wichtig ist es in dieser Phase, das Kind alles selbst ausprobieren zu lassen. In diesem Stadium sollen die Kleinen lernen, wie das richtige Zähneputzen funktioniert. Die Gründlichkeit, mit der dies geschieht, ist dabei zunächst einmal von sekundärer Bedeutung. Förderlich für die Eigeninitiative ist es, den Kindern von Anfang an ein gewisses Mitspracherecht bei der Auswahl geeigneter Zahnbürsten und Zahncremes einzuräumen. Durch die Beteiligung an den Entscheidungen fühlen sie sich in der Verantwortung und entwickeln eigene Anstrengungen zur Pflege ihrer Zähne.

 

Diese Übungsphase kann sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken. In der Regel sind Kinder erst mit etwa sechs Jahren in der Lage, ihre Zähne systematisch und gründlich zu reinigen. Bis es soweit ist, gehört es zu den Aufgaben der Eltern, die regelmässige Zahnpflege zu kontrollieren und bei Bedarf noch einmal nach zu putzen. Am besten geschieht dies am Abend, bevor der Nachwuchs zu Bett gebracht wird. Haben die ersten bleibenden Backenzähne, die auch Sechs-Jahres-Molaren genannt werden, den Kiefer durchbrochen, sollten diese eine besonders intensive Behandlung erfahren. Aufgrund ihrer Struktur und der Rillen auf den Kauflächen sind sie in hohem Masse von einem Befall durch Kariesbakterien bedroht.

 

Auf die Ernährung kommt es an - warum Zucker im Kindertee nichts zu suchen hat

 

Die beste Zahnpflege hat jedoch nur beschränkten Nutzen, wenn in anderen Bereichen entscheidende Fehler gemacht werden. So haben gerade Fragen der Ernährung einen massgeblichenen Einfluss auf die Zahngesundheit. Auf stark gezuckerte Lebensmittel sollte deshalb möglichst verzichtet werden. Die süsse Verführung ist eine der Hauptverantwortlichen für die Bildung von Kariesbakterien. Zuckerhaltige Kindertees und Fruchtsäfte haben in der Babyflasche ebenso wenig zu suchen wie gesüsster Eistee oder Sirup. Darüber hinaus sollte auch darauf hingewirkt werden, Kleinkinder möglich schnell von der Nuckelflasche zu entwöhnen. Denn auch durch exzessives Nuckeln, resp. zu langem Gebrauch eines „Nuggis“ kann die Zahngesundheit beeinträchtigt werden und führt in der Folge zu einem frontoffenen Biss.

 

Mit dem Befolgen all dieser Regeln werden wichtige Voraussetzungen für die Zahngesundheit geschaffen, deren Effekte weit über das Milchgebissalter hinausgehen. Wenn dann noch regelmässig der Kontrollbesuch beim Zahnarzt dazu kommt, bei dem eventuell auftretende Probleme rechtzeitig erkannt werden, steht der Entwicklung eines gesunden und langlebigen Gebisses nichts mehr im Wege.

 

DER ZAHNPUTZPLAN ZUM DOWNLOAD FÜR IHR BADEZIMMER...

 

Topics: ZNP, Zahnputzplan, Zahnpflege

Written by Dr. Enrico Naldi

Öffnungszeiten

Montag - Freitag:
07:30 Uhr - 17:30 Uhr

durchgehend offen

360° Panorama

Rundgang durch unsere Praxis.

Subscribe to Email Updates